Methoden

Aus epidemiologischer Sicht ist RABBIT eine prospektive Kohortenstudie. Patienten werden zum Zeitpunkt des Beginns einer Therapie (mit einem biologischen oder nicht-biologischen DMARD) in RABBIT eingeschlossen. Danach werden sie für einen bestimmten Zeitraum (mindestens fünf Jahre) beobachtet, ungeachtet des weiteren Therapieverlaufs.

Die Dokumentation erfolgt regelmäßig während der normalen Arztbesuche des Patienten. In festgelegten Abständen – anfangs drei Monate, später alle sechs Monate – dokumentiert der Rheumatologe während der Sprechstunde bestimmte Informationen auf einem Erhebungsbogen. Auch der Patient füllt jeweils einen Fragebogen aus.

Die Erhebungsbögen für Ärzte enthalten Fragen zur aktuellen Therapie (auch zwischenzeitlich abgesetzte oder wieder aufgenommene Therapien sowie Gründe hierfür), zur Krankheitsaktivität und zu aufgetretenen unerwünschten Ereignissen. Die Erhebungsbögen für Patienten enthalten neben Angaben zur Krankheitsaktivität, den Schmerzen, der Müdigkeit auch solche zur Berufstätigkeit, Berentung und zum Rauchverhalten. Bestimmte Dimensionen der Erkrankung werden mit Standardinstrumenten erfasst, z.B. zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität (Short Form Health Survey (SF36)) und zur körperlichen Funktionskapazität (Funktionsfragebogen Hannover (FFbH)). Weiterlesen

RABBIT ist eine nicht-interventionelle Beobachtungsstudie, das heißt, es werden keine Therapieentscheidungen beeinflusst oder zusätzliche Maßnahmen veranlasst.

Ganz wichtig ist es, dass Patienten die Beobachtung nicht vorzeitig abbrechen, auch nicht bei Beendigung oder Wechsel der Therapie. Die Ergebnisse sind umso verlässlicher, je mehr Patienten über mindestens fünf, besser zehn Jahre beobachtet werden können. Deshalb unterstützt das RABBIT-Team die Ärzte durch Erinnerungen an zukünftige Messzeitpunkte und nimmt Kontakt mit Patienten auf, die nicht mehr beim ursprünglichen Arzt sind.